In 5 Schritten Deine Kreativität entdecken

Wie Du in meinem Beitrag „Kreativität und ihre wahre Bedeutung“ bereits erfahren hast, infiltriert die Kreativität Dein Leben in verschiedenerlei Art und Weise und ist nicht allein an Berufe oder Hobbys gebunden. Das bedeutet, dass jeder Mensch über Kreativität verfügt. Dies zu wissen, ist das Eine, sie aufzuspüren, ist das andere, da sie auf jeden Menschen höchst individuell zugeschnitten ist. In diesem Beitrag zeige ich Dir daher fünf Schritte – unabhängig von Deinen Plänen -, wie Du Deine eigene Kreativität entdecken kannst.

Auch wenn ich meist zu Beispielen des kreativen Schreibens greife, können die in diesem Beitrag beschriebenen Vorschläge für alle möglichen kreativen Wege herangezogen werden.

Warum Du Deine Kreativität entdecken solltest?

Das hat keiner besser auf den Punkt gebracht als der deutsche Mediziner Ebo Rau:

Der Mensch ist ein Geschöpf. Deshalb soll er auch schöpferisch tätig sein.

Ebo Rau

Häufig begegne ich jedoch Aussagen wie: „Ach, es müsste eine App geben, die alle neu erschienenen Bücher von Verlagen und Self-Publishern entsprechend meiner Vorzüge ausspuckt.“ oder „Ich sollte selbst einen Krimi schreiben und dabei direkt aus meinem Leben zitieren.“ Und wenn ich diese Personen dann frage, warum sie mit der Umsetzung dieser abenteuerlichen Ideen noch nicht begonnen haben, erhalte ich nicht selten die Antwort: „Ich bin doch gar nicht kreativ!“ Und leider scheinen diese Personen das wirklich zu glauben.

Kreativität entdecken: Wolkenhimmel der Ideen
Wir vermuten all unsere Ideen und Visionen in der Ferne. Dabei sind sie genau hier: in unseren Gedanken und in unserem Herzen.

Glaubst Du auch, dass Du nicht kreativ bist?

Mit Sicherheit kannst Du mir bestätigen, dass nicht alles planbar ist. In unserem Kopf entwickelt sich eine konkrete Vorstellung, die uns so gut gefällt, dass wir erwarten, dass sie sich ebenso materialisiert. Tatsächlich sieht die Ausführung meist völlig anders aus. Somit lautet einer der Sprüche, die meine Wand schmücken, wie folgt:

Und immer wenn ein Mensch seine Zukunft plant, fällt das Schicksal im Hintergrund lachend vom Stuhl.

Unbekannter Autor

Was wir auch versuchen: Wir geraten immer wieder in Situationen, in denen wir völlig umdenken und –planen müssen. Und dann greifen wir zur Improvisation. Und was ist Improvisation? Eine Variante der Kreativität. Wenn Du jetzt sagst: „Halt! Kreativ sein bedeutet doch, etwas völlig Neues zu erschaffen!“, kann ich Dir nur recht geben. Indem Du die anfängliche Idee mit der über den Haufen geworfenen Situation verknüpfst, entsteht etwas völlig Neues: nämlich Deine Lösung.

Und wie oft hast Du schon improvisiert? Ganz genau!

Begutachte Dein Leben nun etwas genauer.

Eine der wichtigsten Fragen, die Du Dir selbst stellen solltest, um Deiner Kreativität auf die Spur zu kommen, ist die folgende: Bist Du glücklich? Und damit meine ich nicht, ob Du zufrieden bist. Wir alle streben in unserem Leben nach dem vollkommenen Glück und setzen ein paar Dinge auf die Liste, von denen wir glauben, dass sie uns dorthin bringen.

Deine Kreativität zu entdecken, bedeutet, sich dem Potenzial zu öffnen, glücklich zu sein. Denn Kreativität setzt voraus, dass Du Deiner Leidenschaft folgst. Wenn Du nicht für eine Sache brennst, kann sich Deine Kreativität nicht entfalten. Es wird Dir schwerfallen, Ideen zu sammeln und diese umzusetzen. Das Ergebnis ist Unzufriedenheit: mit dem abschließenden Ergebnis und mit Dir selbst.

Um herauszufinden, was Dir Glückseligkeit verschaffen kann, beginnst Du mit einer präzisen Analyse Deiner aktuellen Situation. Siehe in jeden Bereich Deines Lebens hinein und bewerte, ob Dich Deine Beschäftigungen erfüllen.

Kreativität entdecken: im Hobby oder im Beruf?

Wenn Du festgestellt hast, dass Du in einem Deiner Lebensbereiche etwas verändern willst, solltest Du die gewünschte Änderung konkretisieren. Was ist Dein Ziel? Liegt es in Deinem Hobby oder in Deinem Beruf? Willst Du etwas tun, das Dich geistig herausfordert? Was würde Dich so richtig glücklich machen? All diese Fragen solltest Du Dir beantworten.

Kreativität ist übrigens nicht nur in Künstler- und Handwerksberufen gefragt, sondern in allerlei Berufen, die Lösungen versprechen. Manchmal ist es sogar als Supporter von Vorteil, Deine Kreativität zu entdecken, um Deine Kunden zufriedenstellend beraten zu können. Schließlich ist nicht selten Fingerspitzengefühl gefragt! Vor allem für jene, die ihr eigenes Business betreiben und somit verschiedene Tätigkeitsfelder selbst abdecken müssen, ist Kreativität ein unverzichtbares Gut.

Kreativität entdecken: Spuren Deiner Kreativität
Die Suche nach der eigenen Kreativität ist wie eine Entdeckungsreise. In dem Wissen, dass wir irgendwann nach unserer Kreativität suchen werden, hinterlässt sie uns überall Spuren, denen wir folgen können – Zeichen ihrer immerwährenden Gegenwart.

Auf den Spuren Deiner Kreativität in 5 Schritten

Wenn Du Dich entschieden hast, Deinem kreativen Geist eine Freude zu bereiten und Deine Kreativität (wieder) zu entdecken, hast Du bereits einen großen Schritt getan. Sich bewusst zu werden, dass etwas im Leben fehlt, ist nicht immer einfach. Besonders dann nicht, wenn wir uns „eigentlich nicht beklagen können“.

Deine Suche ist hier jedoch nicht zu Ende. Wenn Du einmal erkannt hast, dass Du einen Herzenswunsch hast, musst Du immer noch herausfinden, um welchen es sich handelt! Wenn Du Dir hierbei unsicher bist, sind weitere Analysen Deines Lebens notwendig.

Deinen Herzenswunsch kannst Du in 5 Schritten eruieren:

  • Gab es frühe Anzeichen in Deiner Kindheit?
  • Hattest Du Ideen, die Du als Flausen abgetan oder nicht für umsetzbar gehalten hast?
  • Dienten Dir Menschen in irgendeiner Weise als Vorbild?
  • Was würde Dir nicht gefallen?
  • Was wissen Personen über Dich, denen Du vertraust?

Lass uns mit dem ersten Schritt beginnen.

Schritt 1: frühe Anzeichen

Wenn Du jung bist und Dich jener Druck noch nicht erreicht, der Dich zwingt, darüber nachzudenken, welche zukünftige Laufbahn am profitabelsten für Dich ist, befindest Du Dich Deinen Wünschen am nächsten. Die Welt steht Dir offen, solange Dich niemand drängt. Wenn auch nur für einen kurzen Moment.

Was wolltest Du in diesen freien Momenten Deiner Kindheit tun? Wovon hast Du geträumt? Was gehörte zu Deinen Lieblingsbeschäftigungen?

Ich erinnere mich noch lebhaft …

… an meine eigene Kindheit, in der jeder von mir und meinen Klassenkameraden wissen wollte, was wir einmal werden wollen. Prinzessin und Feuerwehrmann waren sehr beliebt. Doch ich antwortete allen, die es hören oder nicht hören wollten, dass ich einmal Schriftstellerin sein würde. Das Kuriose daran war, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nie ein Buch in der Hand hatte und es noch eine ganze Weile dauern sollte, bis ich mich für Bücher überhaupt begeistern konnte.

Nach einigen – in meinen Augen – todlangweiligen Schulbüchern, durch die ich mich buchstäblich quälen musste, gelangte ich endlich an die Buchreihe Narnia. Auf einmal konnte ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören und ließ meine Eltern sofort den nächsten Band besorgen. Mit dem Wälzer Eragon war es dann ganz um mich geschehen. Vermutlich waren mir gewisse zuvor verdaute Bücher nicht magisch genug!

Aus irgendeinem Grund kannte ich meinen Herzensweg schon im frühesten Alter, ohne von seiner Richtigkeit zu ahnen. Und erst jetzt, nach einigen Jahren der Vorbereitung an der Uni, fühle ich mich bereit, diesem nachzugehen.

Was wolltest Du schon immer einmal werden?

Was hast Du in Deiner freien Zeit als Kind am liebsten getan? Hast Du Dein Schulheft zwischendurch mit Zeichnungen geschmückt? Vielleicht ist Dir schon früh der erfüllende Klang von gereimten Wörtern aufgefallen? Oder hast Du früher gerne draußen gesessen, in die Wildnis geschaut und Dir gedacht, was für eine wunderbare Momentaufnahme dies doch wäre?

Wenn wir Kinder sind, ist unser kreativer Geist am aktivsten. Schon früh zeichnen sich hier unsere Herzenswünsche ab, sodass sich Deine Kreativität leicht entdecken lässt. Vertraue Dir und Deinem jüngeren Selbst! Denke auch darüber nach, was Du aufgeben musstest, als der Ernst des Lebens näher rückte. Was hat Dir so gefehlt, dass es Dich sehr traurig gemacht hat? Was fehlt Dir selbst heute noch?

Kreativität entdecken: Spiel der Erinnerungen
In unseren Erinnerungen zeichnen sich viele wertvolle Hinweise ab, die wir bislang übersehen oder unterdrückt haben.

Schritt 2: verworfene Ideen

Wie sieht es mit Deinen Ideen aus? Ist Dir einmal eine richtig gute Idee in den Sinn gekommen, die Dir eine andere Person schnell aus dem Kopf geschlagen hat? Oder Du Dir selbst? Warum ist das so? Was waren Deine Beweggründe? Und die Gründe der anderen Person? Wo lagen die Vorteile, die die Idee letztendlich begruben? Gab es überhaupt welche?

Wir Menschen verfügen über eigenartige Mechanismen des Selbstschutzes. Wir bleiben in unserer gewohnten Komfortzone, wo wir uns sicher fühlen. Wer will sich schon der Kritik anderer Menschen stellen oder einen Job an den Nagel hängen, der ein regelmäßiges Einkommen einbringt? Sicherheit geht eben vor.

Auch unsere Mitmenschen können uns mit ihrem Bedürfnis, uns zu schützen, ganz schön einschränken. Und da liegt das Problem: Der Einfluss anderer Menschen ist stärker, als wir denken. Vor allem dann, wenn sie es gut mit uns meinen.

Das hilft Dir allerdings nicht, Deine Kreativität zu entdecken.

Vermutlich haben sich schon öfter Ideen in Deinem Geiste geformt und Du hast sie nicht mehr als solche erkannt. Stattdessen wirst Du von Tag zu Tag unzufriedener, ohne genau bestimmen zu können, wo Deine Unzufriedenheit eigentlich herzurühren scheint. Beobachte Deine Gedanken ganz genau, insbesondere dann, wenn sie abschweifen. Woran denkst Du am meisten?

Ein kleiner Tipp: Gerade dann, wenn Du Dich eingehend damit beschäftigst, Deine Kreativität zu entdecken, können Dir kleinere Flausen und größere Ideen zu jeder Tages- und Nachtzeit entgegensprudeln. Ich empfehle Dir daher, Notizblock und Stift parat zu halten. Viele meiner eigenen Ideen erhalte ich, wenn ich unterwegs bin. Es ist völlig egal, wie irrsinnig es zunächst scheint, kleinste Gedanken- und Ideenfragmente aufzuschreiben. Irgendwann blätterst Du erneut durch die Seiten Deines Notizblocks und alles leuchtet Dir auf unergründliche Weise ein.

Earth Renewing zum Beispiel …

… ist ein solches Konstrukt unterschiedlicher, sporadisch eingeflossener Ideenfragmente, auf deren Grundlage ich mein ursprüngliches Konzept völlig auf den Kopf gestellt habe. Als ich die Webseite erstmalig ins Leben gerufen hatte (noch vor meinem Studium), wollte ich über rein spirituelle Dinge sprechen. Ich wollte Meditationen kreieren, ja, sogar Gebete im Gedichtformat schreiben.

Doch diese Idee war von Anfang an nicht in der Lage, meine Leidenschaft für sich einzufangen. Während meiner gesamten Studienzeit lag das Projekt brach. Ich überlegte sogar, es ganz einzustellen und nie wieder darüber nachzudenken. Doch mit der Zeit sammelten sich sämtliche kleine Flausen an, Buchideen entsprangen meinen Träumen und in meiner Brust dehnte sich allmählich ein Ziehen aus, desto mehr ich die erdachten Schreibprojekte von mir wegschob. Irgendwann klickte alles zusammen und ich wusste, dass ich der Idee mein Ganzes geben musste. Earth Renewing wurde ein Platz der Kreativität, für Visionen, Ideen und Flausen.

Kreativität entdecken: Blick in eine vielversprechende Zukunft
Wir können es entweder mit den strahlenden Einflüssen unserer Kreativität aufnehmen oder uns weiterhin im Schatten anderer verstecken.

Schritt 3: Inspiration durch andere

Wie Du bereits weißt, entsteht Inspiration vor allem durch den Kontakt mit Deinen Mitmenschen. Ein einfallsreiches Werk, die neue Perspektive, die Deine eigene erweitert, oder der bewundernswerte Mut einer Person können kreative Geistesströme in Dir auslösen und Dir dabei helfen, Deine Kreativität zu entdecken. Deshalb solltest Du auch über die folgenden Fragen nachdenken:

  • Wen oder was hast Du schon immer bewundert?
  • Was hat Dir bei anderen Menschen immer gefallen?
  • Wen würdest Du als Dein Vorbild bezeichnen und warum? Waren es die Werke oder die mutige Einstellung, die diese Person zu ihrem eigenen Herzenswunsch geführt hat?
  • In Verbindung mit welcher Person oder mit welchem Werk hast Du Dir einmal etwas gewünscht: „Das würde ich auch gerne (mal) machen …“

Manchmal fallen uns die Dinge, die sich direkt vor unserer Nase abspielen, nicht auf. Und manchmal bedarf es einer anderen Person, die uns darauf hinweist. Hat Dir einmal jemand mitgeteilt, dass Dir eine Sache besonders gut liegt? Vielleicht hat Dir diese Person sogar dazu geraten, mehr daraus zu machen, und Du hast es mit einem Lachen abgetan?

In meinem Fall …

fällt meine Bewunderung vor allem jenen Autoren zu, die ihre Bücher mit ihrer eigenen, unverfälschlichen Unterschrift versehen und deren Herzblut in jeder einzelnen Zeile zu spüren ist, sodass sie ihre Bücher buchstäblich beseelen. Es ist nicht so, dass ich so sein will wie sie. Vielmehr inspirieren sich mich, all diese Dinge auf meine eigene Art und Weise zu sein.

Ansporn geben mir aber auch all die jungen Autoren in meinem Twitter-Netzwerk, die sich ihrer Leidenschaft beständig zuwenden, bis sie die Schönheit ihres Geschaffenen mit ihren eigenen Tränen weihen. Dabei leben sie nicht nur aus, was sie lieben. Sie lassen andere daran teilhaben. Was könnte motivierender sein?

Schritt 4: Abneigungen identifizieren

In erster Linie ging es bisher darum, in Erfahrung zu bringen, was Dir gefällt. Oft leitet sich daraus schon ab, welche Richtung Du einschlägst. Doch auch, was Dir nicht gefällt, kann Dir deutlich zeigen, welche Richtung Du im Umkehrschluss vermeiden solltest!

Aufhorchen bei Abneigungen
Negatives Denken halten wir für eine Angewohnheit, die wir ausmerzen müssen. Wir können diesem Denken jedoch auch Nützliches entnehmen: Es zeigt uns ganz genau, was wir nicht wollen.
  • Was gefällt Dir grundsätzlich nicht? Was stört Dich?
  • Gibt es Dinge, die Du für mühselig oder überflüssig hältst?
  • Welche Dinge in Deinem Leben hältst Du für verbesserungswürdig, unpraktisch oder Ähnliches?
  • Welche Art von Orten, Personen oder Charakterzügen missfällt Dir?

Dabei geht es nicht nur um die Beschäftigungsart, sprich Job oder Freizeit, sondern auch um die Umgebung Deiner Beschäftigung. Selbst wenn Du einer Beschäftigung nachgehst, die Dir völlig zusagt, kann Dir die Tatsache, dass Du sie in einer Abstellkammer ausübst, die ständig von unfreundlichen Kollegen aufgesucht wird, zum Verhängnis werden.

Hier ist es ähnlich wie mit dem Wünschen: Du wünschst Dir einen gut bezahlten Job, der Deinen Fähigkeiten entspricht und einen netten Chef. Leider hast Du vergessen, Dir zu wünschen, dass der Arbeitsplatz an einem hübschen Park liegt (nicht neben einer lauten Kläranlage) und die Dienstleistungen der Firma von Erfolg gekrönt sind (und diese nicht nach 2 Monaten bankrott geht). Versuche also ganz genau zu sein.

Übrigens kann Dir die Auseinandersetzung mit dieser Kehrseite großartigen Stoff für Geschichten und andere Werke (wenn nicht sogar Businessmodelle) liefern! (Es lohnt sich also, Deine Kreativität zu entdecken!)

Schon während meiner Studienzeit …

… bemerkte ich zum Beispiel, dass das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten meine Geister nicht zum Schwingen bringt. Meine Leidenschaft schöpft aus dem kreativen Umgang mit dem Schreiben. Ich muss mich meinen kreativen Auswüchsen völlig hingeben können, sprich mit den Worten spielen und von sprachlichen Normen abweichen.

Schritt 5: andere miteinbeziehen

Manchmal haben unsere Mitmenschen ein sehr genaues Bild von uns. Auch dann, wenn wir es nicht ahnen. Und vor allem dann, wenn wir es brauchen, weil wir selbst nicht weiterwissen.

Im Teenager-Alter gelangen wir bspw. in die Phase, in der wir glauben, dass unsere Eltern uns überhaupt nicht kennen oder verstehen. Tatsächlich bin ich heute immer wieder überrascht von den Dingen, die meine Mutter über mich zu sagen weiß. Irgendeiner hat eben immer den Durchblick. Ein Gespräch mit anderen Personen kann also durchaus Augen öffnend wirken.

Wichtig ist nur, dass Du mit Personen sprichst,

  • den Du vollstens vertraust.
  • die grundsätzlich niemandem etwas auszureden versuchen oder sogar dazu neigen, sich selbst einzuschränken.
  • für die nicht der Profit hinter der Aktivität zählt.

Um Deine Kreativität zu entdecken, kannst Du leicht ein Brainstorming beginnen und neue Perspektiven ergründen. Besprich mit den erwählten Personen Deine Ideen oder Deine Herzensangelegenheiten und sämtliche Eventualitäten, die mit diesem neuen Lebensschritt einhergehen. Zwei (oder mehr) Köpfe sind manchmal eben besser als nur einer.

Mein Ansprechpartner ist …

… mein Freund. Er liest all meine Texte und schafft es, mir stets auf ehrliche, jedoch sanfte Art zu erklären, welche Schwächen und Schwachstellen einer genaueren Überprüfung bedürfen. Und oft entfaltet sich schon eine Lösung, wenn ich ihm nur von meinen Zweifeln erzähle, die beim Aufbau eines Textes heranreifen.

Wenn das Vertrauen vorhanden ist, kannst Du Dich ganz auf das Wesentliche konzentrieren und lernst mit der Zeit, auch Dir selbst zu vertrauen. Dies ist schließlich der geeignete Zeitpunkt, Deine Spurensuche auf eine neue Ebene zu heben: Nachdem Du mit allen 5 Schritten zugange warst, gilt es, Deine Entdeckungen zu bestätigen, indem Du sie austestest.

Probiere Deine Entdeckungen aus!

Gerade bei Deinen Erstversuchen kann es vorkommen, dass Dir beim besten Willen nichts einfällt. Beim Schreiben wird Unproduktivität insbesondere durch das konsequente Starren auf den Bildschirm oder auf die Tasten gefördert. Dies ist passiv. Im passiven Zustand reflektieren wir nur. Das bedeutet, dass uns sämtliche Gedanken zufliegen, jedoch keine Ideen. Denn bei diesen Gedanken handelt es sich vor allem um vergangene Geschehnisse oder um Gedanken, die an unmittelbare Bedürfnisse erinnern.

Um die Blockade niederzureißen, hilft nur eines: einfach loslegen!

Kreativität entdecken: Momente des Innehaltens
Wenn wir im Stillstand verharren oder von unvorhergesehenen Ereignissen überrascht werden, helfen uns Momente des Innehaltens, um uns neu zu sortieren. Jedoch nur dann, wenn wir nicht mit dem Gedanken spielen aufzugeben.

Auch wenn Du gerade keinen konkreten Gedanken fassen kannst: Setze Dich vor Deinen Laptop und tippe ein paar Worte zu Deinem Thema (was auch immer Dir für gewöhnlich Spaß bereitet). Irgendetwas. Sobald Du Dich in einen aktiven Zustand begibst, fließen die Ideen. (Mit dem Text, den Du gerade liest, ging es mir nicht anders!)

Egal, wie kreativ Du Dich und andere einschätzt: Jeder kommt ins Wanken. Wir leben nun einmal in einem stetigen Wechsel aktiver und passiver Zustände. Verschiebe nichts auf morgen! Was Du heute nicht beginnst, beginnst Du erfahrungsgemäß nie oder so spät, dass Du Dir im Nachhinein Vorwürfe machst.

Auch vom Himmel gefallenen Meistern schmerzt der Kopf.

Selbst die kreativsten Köpfe können mit dem Einen beginnen und sich später für etwas völlig anderes entscheiden. Auch sie „fallen hin“. Und haben sie etwas gefunden, das ihnen zu liegen scheint, üben sie, bis sich diese Übung irgendwann auszahlt. Dann fieberst Du jeder Figur in ihren Büchern nach und kannst es kaum erwarten, bis der nächste Band im Druck erscheint. Das Wichtige dabei ist, dass sie nicht aufgeben. Denn das, was sie schließlich tun, lieben sie aus vollem Herzen. Ohne dieses Gefühl können in seltenen Fällen zwar qualitative Werke entstehen, jedoch keine beseelten.

Wenn Du von Deinen ersten Versuchen noch nicht restlos begeisterst bist (insbesondere im Vergleich mit bereits etablierten Künstlern), heißt das weder, dass Du nicht kreativ bist, noch, dass es nicht wert ist, weiter nach Deiner Leidenschaft zu suchen und sie schließlich weiterzuverfolgen. Was auch immer Du liebst, ist ein Teil von Dir. Und Dein Ohrläppchen würdest Du ja auch nicht einfach abhacken, weil Du es für unnütz hältst, oder?!

Deine Leidenschaft weist den Weg!

Wenn Du nach all den besprochenen Schritten feststellst, dass Du – um mal ein anderes Beispiel zu nehmen – ziemlich gut zeichnen kannst, könnte auch das Folgende eintreten: Der Prozess fühlt sich langwierig und mühselig an. Eventuell geht Dir sogar durch den Kopf, dass es reine Zeitverschwendung ist. Wenn dieser Fall eintritt, solltest Du Dich fragen, ob es wirklich das Richtige für Dich ist.

Kreativität entdecken: Die Liebe zur Kreativität
Nur, wenn wir lieben, was wir tun, inspirieren wir uns selbst und andere.

Es kann aber auch sein, dass Du gerade ein Motiv zeichnest, das Dich eigentlich nicht interessiert und in Dir nichts auslöst, somit eigentlich nur hübsch aussieht. Bevor Du mit etwas beginnst, solltest Du Dich daher immer vorher fragen, warum Du dies tust:

  • Was bedeutet Dir diese kreative Arbeit?
  • Willst Du eine spezielle Botschaft übermitteln?
  • Willst Du ein Gefühl zum Ausdruck bringen, etwas, das Dich gerade zutiefst bewegt?
  • Hast Du vielleicht einen Moment erlebt, der Dich so berührt hat, dass Du ihn gerne festhalten und mit der Welt teilen möchtest?

In jedem Fall gilt: Du musst die Beschäftigung lieben und den Grund dafür kennen! Sonst handelt es sich tatsächlich um aus dem Fenster geworfene Zeit. Stelle also zuerst fest, ob Du an etwas arbeitest, für das Dein Herz in Leidenschaft entbrennt. Wenn es dann immer noch keinen Spaß macht, ist es womöglich nicht das Richtige für Dich.

Und damit meine ich nicht, …

… dass Du aus heiterem Himmel Tätigkeiten wie Spül oder allgemeinen Hausputz aus Deinem Kalender streichen solltest. Denn lasse mich Dir eines verraten: Wenn Du einer Beschäftigung nachgehst, die Dir Spaß bereitet, machst Du den Spül nachher freiwillig! Das glaubst Du mir nicht? Nun, sehen wir mal:

  • Zum einen wird diese Beschäftigung Dich automatisch dazu auffordern, da Du (in den meisten Fällen) nur dann richtig schaffen kannst, wenn Du Dich in einer Umgebung befindest, in der Du Dich wohlfühlst. Und diese Umgebung ist meist sauber.
  • Zum anderen macht Dich eine Beschäftigung, die Du liebst, glücklich. Und glücklichen Menschen macht ein kurzer Sprung in die Küche auch nichts aus!

Fazit: Deine Kreativität entdecken

Uff. Das waren viele Worte darüber, wie Du Deine Kreativität entdecken und der Spur Deines Herzenswunsches folgen kannst. Der entscheidende Punkt ist dabei zu erkennen, dass Du alle Anlagen, die Deinem kreativen Herzenswunsch entsprechen, bereits innehast. Es geht also lediglich darum, diesem auf die Schliche zu kommen und ihn in Dir zu aktivieren.

Dies kannst Du mithilfe von fünf verschiedenen Schritten erreichen: Siehe zunächst in Deine Kindheit (1). Oft wissen wir in diesem weltoffenen kleinen Körper mehr, als wir jetzt wissen. Überlege dann, ob Du jemals Ideen hattest, die Du kurzerhand doch wieder verworfen hast (2). Manchmal ist ein kleiner oder größerer Schatz dabei! Womöglich gab es auch Personen in Deinem Leben, die Dich inspiriert haben (3). Du hast möglicherweise ihre Werke bewundert oder ihren beharrlichen Mut. Du kannst die Sache auch von einer anderen Seite her angehen: Indem Du feststellst, was Dir nicht gefällt (4), kannst Du bestimmte Bereiche von vornherein ausschließen. Abschließend kannst Du noch mit Personen Deines Vertrauens über Dein Anliegen sprechen (5). Manchmal ist alles, was Du benötigst, ein zweites Paar Augen.

Lasse Dich dabei von Deinem Herzen leiten. Es kennt den Weg zu Deinem Glück. Halte es nicht zurück! Sobald Du weißt, was Du liebst und warum Du es liebst, sind alle Weichen gestellt. Denke immer daran: Die Kreativität ist seit Anbeginn Deines Lebens ein Teil von Dir, auch wenn Du Dich zurzeit nicht erinnern kannst.

Doch jetzt erzähl mal!

Jetzt bin ich aber neugierig! Wie wäre es mit einem Kommentar, in dem Du ein wenig aus dem Nähkästchen plauderst?

  • Wo befindest Du Dich zurzeit mit Deiner Kreativität? Konntest Du Deine Kreativität bereits entdecken? Wie lebst Du sie bis jetzt?
  • Was war Dein letztes kreatives Erlebnis? Wie hast Du Dich dabei gefühlt?
  • Was willst Du zukünftig tun?
  • Wo liegen Deine Zweifel? Was bereitet Dir Schwierigkeiten?

Dein Feedback wird mir – neben meiner unverholenen Neugierde – helfen, meine Artikel noch zu präzisieren und hilfreicher zu gestalten. Ich freue mich auf Dich!

Über Naomi

Schon während meines Masterstudiums in Literatur- und Sprachwissenschaft begann ich, meine ersten Ideen zu präzisieren und meine Begeisterung in das wundersame Terrain der Spiritualität fließen zu lassen. Parallel zu meiner damaligen Tätigkeit als kreative Texterin entdeckte ich schnell die Brücke, die Kreativität und Spiritualität miteinander verbindet. Heute habe ich meinem Herzenswunsch nachgegeben und lebe mein kreatives Dasein sowohl als Volontärin in der Verlagsredaktion als auch bei der Umsetzung meiner eigenen Visionen, Ideen und Flausen, wie Du unschwer erkennen kannst! ;-)

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