Mein Sonntagsbesuch auf der Frankfurter Buchmesse

Am Sonntag, den 20. Oktober 2019, habe ich mich zum ersten Mal auf die Frankfurter Buchmesse (#fbm19) gewagt. Sie zu finden, war dank meiner geographisch kompetenten Begleitung kein Problem. In den folgenden Abschnitten schildere ich Dir nicht nur meine Eindrücke dieser gigantischen Messe, sondern ich berichte auch von den schönsten Ereignissen, die sich zugetragen haben, und zeige Dir meine Ausbeute!

Eintrittskarte Frankfurter Buchmesse
Das sagenumwobene Reich der Bücher kann nur mithilfe eines ganz besonderen Schlüssels betreten werden (in diesem Fall mit einer Eintrittskarte, die über einen individuellen Strichcode verfügt – magisch genug).

Es geht los auf der Frankfurter Buchmesse!

Nachdem wir artig dem roten Teppich zum Mittelpunkt des Geschehens gefolgt sind, entschieden wir uns für Halle 3.0. Laut der Quellen, die wir zuvor in aller Heimlichkeit (pssst!) befragt haben, sollten sich hier die ganz besonders lesenswerten Schätze tummeln. Glücklicherweise fanden wir sogleich den richtigen Eingang, der uns auf gerader Linie zu unserem Ziel führte.

Korean Pavilion auf der Frankfurter Buchmesse
Ganz im Bann der Bücher bin ich (folge dem roten Pfeil) drauf und dran, mir einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Im Strom hunderter Menschen paddelten wir unter mühsamen Vorwärtsbewegungen, jedoch betörend reizüberflutenden Aussichten über die Gänge. Es dauerte nicht lange, bis die bunten, hellen, offen eingerichteten Ankerpunkte versiegten und die dunklen, wie von Sternen belichteten Stege uns zu sich lockten. Das Gedränge war hier nicht ganz so schwarmartig und anders als die Geräuschkulisse, die nun wie aus der Ferne zu uns hinüberdrang, schien ein bedächtiges Staunen und Funkeln in der Luft zu waten.

Die wunderschön verzierten Bücherfronten lächelten uns mit schelmischen Augen entgegen, ganz so, als wüssten sie bereits, dass ihr nächstes Opfer angebissen hat. Sanft, aber zügig ließen sie ihre Angeln vorschnellen und bevor wir uns versahen, standen wir auch schon mittendrin, links und rechts ein anderer wundersamer Fisch, hinter uns der nächste, lauernd und begierig, und vor uns ein freundliches Gesicht, voller Erwartung.

Mein Treffen mit der Autorin Laura Jäger

Am Nachmittag, gesättigt von all den wundersamen Begebenheiten, trafen wir uns mit Laura Jäger, Autorin zweier Gedichtbände. Ebenso zaghaft und doch entschlossen, wie es der poetischen Natur gebührt, kam sie mit einem warmen Lächeln und ihrer eigenen Begleitung auf uns zu. Trotz der müden Züge um ihren Mund, die ihren eigenen Erlebnissen an diesem Tag geschuldet sind, blieb das mysteriöse Licht in ihren Augen kraftvoll und lebendig. Ein leichter Akzent begegnete uns, als wir mit ihr das Gespräch fanden, und bedeckte uns mit einem großzügig aufgetragenen Hauch von Sympathie.

Es war sehr schön, Laura mal „in Action“ zu erleben, mit ihr einen kleinen Teil dieser großen Buchmesse zu erkunden und – natürlich – eines ihrer Lose zu ziehen. Heute bin ich stolze Besitzerin eines entzückenden Goodiebags und bedanke mich herzlichst für den freundlichen Austausch (von dem ich hoffe, dass es nicht unser letzter war)!

Goodiebag von Laura Jaeger (archivderfantasie.de)
Im Goodiebag befanden sich viele hübsche Dinge, so auch ein verzierter Stein, ein Häschen und – worauf ich sehr stolz bin – ein ziemlich schickes Autogramm der Autorin Laura Jäger.

Wirksame Pausen sind auch auf der Frankfurter Buchmesse nötig.

Nachdem wir uns wieder auf unseren eigenen Wegen durch das Labyrinth voller Sehenswürdigkeiten befunden haben, mussten wir schnellstens dafür Sorge tragen, frische Lebenssäfte aufzutanken. An einem kleinen, verlassenen Fleck fanden wir nicht nur eine komfortable Gelegenheit für unser Gesäß, sondern auch für ein verlockendes Gläschen Pinot Noir.

Ueberraschungsbeute aus der Buechertasche
Während der kleinen Verschnaufpause habe ich die frische Ausbeute nochmals begutachtet und für gut befunden. Überraschung!

Dies ist meine Ausbeute an Büchern!

Während meiner Visiten an den gediegenen Ständen von Fantasy-Verlagen zuckten meine Finger insgesamt dreimal heftiger, als meine Zurückhaltung aufbieten konnte. Aufgrund meiner hungrigen Augen fanden drei Bücher den Weg in meinen Stoffbeutel. Dazwischen versteckten sich weitere dekorative Lesezeichen, die sicherstellen sollten, dass ich jeden der Verlage auch noch auf den digitalen Wellen des Netzes (be-)surfen kann.

Ausbeute von Buechern
Auf der Frankfurter Buchmesse bin ich meinen Lieblingsfarben und meinem Lieblingsgenre treu geblieben, wie Du unschwer erkennen kannst.

Spontan entschieden habe ich mich für Sisu – Älter als die Erde von Isabel Kritzer und Xerubian von Andreas Hagemann. Dass ich Die Elbenstifte von Matthias Teut gefunden habe, hat mich besonders gefreut, denn kaum eine Stunde zuvor lauschte ich der Lesung des Autors zum Buch. Gerne schildere ich Dir, was die jeweiligen Klappentexte mir versprochen haben.

Die Elbenstifte

Bei den Elbenstiften handelt es sich um besondere Zeichenstifte, denen alle Farben der Welt innewohnen. Farim, der es liebt zu malen, erhält sie von einem Elb, der sein Talent sofort erkennt. Doch Farim soll in die Fußstapfen seines Vaters treten und das Handelskontor übernehmen. Aus Zorn zerstört sein Vater die Stifte, was Farim dazu bewegt zu fliehen. Auf einem Elbenschiff findet er mehr über die magischen Stifte heraus.

Sisu – Älter als die Erde

Isabel Kritzer entführt ihre Leser in fünf Welten, in denen es astrale Wesen gibt und das Schicksal eine bedeutende Rolle spielt. In diesem Buch erzählt Iva ihre Geschichte, die in New York beginnt. Iva folgt den Spuren zweier Vermisster und stößt dabei auf die Vorsehung eines uralten Volkes. Natürlich geht es um Leben und Tod!

Xerubian

In Xerubian steht Inspektor Dalon vor der Herausforderung, einen faulen Dienstdrachen zu bändigen und sich mit der Bürokratie herumzuschlagen. Dabei gibt es viel Wichtigeres zu tun, nämlich herauszufinden, wer ein uraltes Artefakt gestohlen hat. Sein einziger Hinweis ist eine schwarze Feder und diese führt ihn direkt zu einer antiken Zivilisation, zu einem Mythos.

In zwei der drei Bücher befinden sich übrigens …

meine ersten Autogramme von Autoren! Bisher hatte ich leider noch nicht die Zeit, in meinen neuen Schätzen zu schmökern. Ich schwöre jedoch feierlich und mit jeder Faser reinsten Ernstes, den ich aufbringen kann, dass ich Dir von ihnen berichten werde, sobald ich eine Gelegenheit dazu finde.

Die Frankfurter Buchmesse: das Résumée

Obwohl die Frankfurter Buchmesse bis zum Rand gefüllt war, gab es immer eine Möglichkeit anzuschauen, was mich interessierte. Einige längere Signierschlangen hatten zwar das Potenzial, einen das Fürchten zu lehren, doch dies ist weniger bei den Verlagen der fantastischen Literatur der Fall. Viele Autoren waren präsent und konnten persönlich angesprochen werden. Auf der bunten Messe gab es überall etwas zu entdecken und zu bewundern.

In der Tat gab es so viel zu sehen, dass ich im nächsten Jahr einfach noch einmal hingehen muss, um möglichst ein Sättigungsgefühl zu erzeugen. Zudem ist es mein Plan, gleichzeitig noch organisierter und spontaner zu sein, mir also im Vornherein mehr zu notieren und mir mehr Zeit für alles zu nehmen. Ein abgekürzter Sonntag allein reicht bei Weitem nicht aus, um alles zu sehen.

Meine Tipps für die nächste Buchmesse

Da es bereits großartige Zusammenstellungen mit Hinweisen zur Buchmesse gibt, möchte ich mich an dieser Stelle kurz halten und Dich auf eine gut durchdachte Packliste für die Buchmesse sowie auf eine Liste mit umfangreichen Tipps zur Buchmesse aufmerksam machen. Hinzufügen möchte ich lediglich die folgenden Tipps meinerseits, die meiner neu gewonnenen Erfahrung entstammen:

  • Gehe am Abend zuvor früh genug schlafen und lasse am besten den Rotwein aus, damit Du am nächsten Tag zeitlich flexibler bist.
  • Beginne früh genug zu planen (zum Beispiel an einem ruhigen Abend). Recherchiere, was es auf der Messe zu sehen gibt, was Du sehen möchtest und wo Du es findest. Drucke Dir auch den Hallenplan aus.
  • Setze genaue Treffpunkte und -zeiten mit anderen Besuchern fest, damit Du sie nicht verpasst.
  • Sei mutig! Wenn Du etwas wissen oder anschauen möchtest, sprich die freundlichen Standhüter an.
  • Durchlaufe die Buchmesse nicht wie bei einem Marathon. Lasse gerade die Stände, die Du ohnehin sehen wolltest, auf Dich wirken, mache auch bei interessanten Vorträgen und Lesungen halt. Auch kannst Du dadurch von wundersamen Gesängen überrascht werden (wie zum Beispiel die verwunschene Musikerin Pernilla Kannapinn gezeigt hat).

Bis zum nächsten Mal!

Ich freue mich schon, auch im nächsten Jahr (auf der Frankfurter Buchmesse #fbm20 sowie auf dem Buchmesse Convent #BuCon) interessante Buchliebhaber zu treffen und die nächsten Autogramme abzustauben!

Über Naomi

Schon während meines Masterstudiums in Literatur- und Sprachwissenschaft begann ich, meine ersten Ideen zu präzisieren und meine Begeisterung in das wundersame Terrain der Spiritualität fließen zu lassen. Parallel zu meiner damaligen Tätigkeit als kreative Texterin entdeckte ich schnell die Brücke, die Kreativität und Spiritualität miteinander verbindet. Heute habe ich meinem Herzenswunsch nachgegeben und setze meine eigenen Visionen, Ideen und Flausen um, wie Du unschwer erkennen kannst! ;-)

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