Pfingstflackern

Nachdem ich mich ein wenig näher mit dem christlichen Fest „Pfingsten“ beschäftigt hatte, wollte ich die Gelegenheit nutzen, über den heiligen Geist zu meditieren. Meinen Recherchen zufolge kam der heilige Geist wie ein Brausen plötzlich vom Himmel zu den Jüngern Jesu, als sie – 10 Tage nach seiner Himmelsfahrt – nicht so recht wussten, wie sie weiter vorgehen sollten. Dies befähigte sie, in fremden Sprachen zu sprechen, sodass jeder ihre Predigten verstehen konnte und die Verbindung zu Jesus lebendig blieb. Pfingsten ist somit das wundersame Fest, an dem (sprachliche) Grenzen überschritten werden: Dessen Botschaft gilt für die gesamte Welt.

Was ich mit meinem Gedicht „Pfingstflackern“ beschreibe, offenbart den Ablauf meiner kleinen Meditation. Auch wenn ich nicht zu behaupten wage, vom heiligen Geist erleuchtet worden zu sein, so kam ich doch zu interessanten Erkenntnissen in Hinblick auf meine zukünftigen Pläne fürs Schreiben: Ich war(d) begeistert!

Dabei war die wichtigste Erkenntnis jene, dass auch vermeintlich zufällige Gedanken, die oft als nichtig empfunden werden, großes Potenzial beherbergen. Ein wenig näher betrachtet, kann eine kleine Flause schnell zur zündenden Idee heranwachsen. Es ist die Erkenntnis, dass wir unseren Eingebungen, uns selbst, nicht nur vertrauen dürfen, sondern es auch sollten!


Umgeben von Mauern rauer Dunkelheit
verkrampfen sich die Muskeln am Rücken.
Das Unterfangen ist dem Geist geweiht;
es folgt ein zweischneidiges Bücken.

Wie im dunklen Märchen schimmert sie,
gekrönt, kurz vor dem Entschwinden.
Strahlend ist ihre bläuliche Magie,
als ihre Augen die meinen finden:

Ein Leuchten immerkehrender Lichter;
Das Flackern eines hellblauen Scheins,
Gewölbt durch einen zyklonischen Trichter:
Ein Gefühl schillernden Weins.

In Wellengängen vereinnahmt die Präsenz
den Raum – von überall her brechend.
Ein Ton schwingt mir ihr, eine Tendenz
und eine Kraft, beide vielversprechend.

Über Naomi

Schon während meines Masterstudiums in Literatur- und Sprachwissenschaft begann ich, meine ersten Ideen zu präzisieren und meine Begeisterung in das wundersame Terrain der Spiritualität fließen zu lassen. Parallel zu meiner damaligen Tätigkeit als kreative Texterin entdeckte ich schnell die Brücke, die Kreativität und Spiritualität miteinander verbindet. Heute habe ich meinem Herzenswunsch nachgegeben und lebe mein kreatives Dasein sowohl als Volontärin in der Verlagsredaktion als auch bei der Umsetzung meiner eigenen Visionen, Ideen und Flausen, wie Du unschwer erkennen kannst! ;-)

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